Natürlich geht es hier nicht um das zur Genüge bekannte Federvieh sondern um ein kleines Fischlein, das in der DATZ 7/2007 als “Gepunkteter Himmelsfisch” (wiss. Celestichthys margaritatus) vorgestellt wurde. In Beiträgen von Claudia Hary, Peter & Martin Hoffmann sowie Ulrico Czysch wurde eingehend über das Herkunftsgebiet, die Biotopverhältnisse und natürlich Hälterungs- und Zuchtbedingungen gesprochen. Den Autoren zufolge liegt das Verbreitungsgebiet dieser knapp 2,5 cm großen Tiere im Grenzgebiet von Thailand und Burma. Wann dieser Fisch entdeckt und zuerst eingeführt wurde, kann ich nur vermuten – es muß so etwa um 2005 gewesen sein. Damals hielt man diesen “neuen” Fisch noch für einen Vertreter der Gattung Microrasbora und taufte ihn “Microrasbora Galaxy” “Microrasbora Redfire” oder eben “Perlhuhn-Microrasbora” (Hoffmann & Hoffmann 2007). Nachdem die Ichthyologen ihn dann etwas genauer unter die Lupe genommen hatten, musste man feststellen, dass er weder in die Gattung Microrasbora noch in eine andere Gattung so richtig hinein passte, und wie immer, wenn man nicht weiter weiß, so schuf man auch hier flugs eine neue Gattung mit Namen Celestichthys was nichts anderes heißt , wie “Himmelsfisch”. Der Name war (bis auf Widerruf)) Celstichtys margaritatus und mit deutschem Namen “Perlhuhnbärbling”. Als Pflegeparameter gibt Czysch 11° dGH und pH 7,5 bei einer Temperatur zwischen 22 und 25° C an.
Das war der Stand der Dinge, als ich im Septmeber 2007 bei einem Händler in einem kleinen kahlen Becken fünf Tiere entdeckte, die sich völlig verängstigt und daher kaum ausgefärbt, in einer Ecke des Beckens zusammendrängten. Der Preis sollte 8 € pro Exemplar betragen, mit der Begründung, dass diese Tiere sehr schwer zu züchten sind. Nach einigem Hin und Her konnte ich die fünf Tiere für den, immer noch stolzen, Preis von 30 € mit nach Hause nehmen. Dort setzte ich sie in ein gut eingefahrenes 45l-Becken mit dichtem Besatz aus feinfiedrigen Pflanzen (Limnophila sessiliflora u. Javamoos), bei Wasserwerten von 10° dGH, pH 6,8 und 24° C.
Unnötig zu sagen, dass ich die Fische die nächsten drei Tage nach dem Einsetzen nicht zu Gesicht bekam. Nach etwa einer Woche fand ich dann zwei Tiere als Stockfisch außerhalb des Beckens. Offenbar hatte es ihnen bei mir nicht gefallen und sie haben trotz Abdeckung den Weg nach draußen gefunden. Die drei Verbliebenen zeigten sich nur sporadisch bei der Fütterung mit feinem Staubfutter. Als ich den Händler fragte, ob und wann er mal wieder ein paar Exemplare bekommen würde, war die Antwort: “Die habe ich aus dem Sortiment gestrichen. Die Kunden kaufen keine Fische, die sie nie zu sehen kriegen, und die Großhandelspreise sind auch viel zu hoch.” Somit war mein Perlhuhnexperiment ganz offensichtlich gescheitert, denn mit drei Exemplaren eines Schwarmfisches ist kaum Staat zu machen, schon gar nicht, wenn diese sich (selbst vor dem wohlwollendsten Betrachter) permanent in die hinterste Ecke flüchten.
Perlhühner (Teil 1)
9. November 2008 von Karl
Veröffentlicht in Bärblinge, Perlhuhnbärbling, Zierfische | Getaggt mit Danio, Perlhuhnbärbling | Hinterlasse einen Kommentar
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